Klagen gegen das Gesetz!
Wir unterstützen jeden Studierenden von der TU wenn er gegen das Gesetz klagen möchte, es sind entsprechende Musterklagen in Vorbereitung. Egal ob du gegen das Gesetzt eine Klage anstrengen willst, weil dein Kind zu alt ist für die Befreiung aber (natürlich) trotzdem noch deine Zeit braucht, du dich auf die Aussage von Corts im Jahr 2003 verlassen hast, dass er niemals allgemeine Studiengeühren einführen wird oder sich erwartungsgemäß die Lehre sich nicht entsprechend verbessert hat. Die Gründe gegen dieses Gesetz zu Klagen unserer Meinung nach vielfältig und müssen genutzt werden.
LTH Studienkredit
Es sind nicht alle Studierenden berechtigt einen Studienbeitragskredit zu beantragen. Die Realität der vielfältigen studentischen Lebensituationen sind nicht ausreichend berücksichtigt, was, dank Corts und Kochs "Bildungspolitik", zu Studienabrüchen und schwierigen Lebenssituationen bei einigen Studierenden führen wird. Aber auch die, die gezwungen sind den Kredit in Anspruch nehmen zu müssen, sind in keiner guten Position: Der Bedingungen des Kredit sind weder günstig noch besonders fair. So kann ein Studierender 25 Jahre zu Rückzahlung gezwungen sein, sobald er 300,- EUR mehr als den Pfändungsfreibetrag verdient. Der Pfändungfreibetrag wird als absolutes minimum angesehen, was Mensch in Deutschland als Lebenshaltungskosten braucht. Uns ist Schleierhaft, wie Corts da auf die Idee kommen kann, dass dies besonders fair und sozial Verträglich ist, wenn ein Student aus einem sozial schwachen Umfeld einen Fünfstelligen Euro Betrag Schulden am Ende des Studiums hat. Und das nach dem Studium, wo normalerweise Familienplanung, die eigenen vier Wände o.ä. auf dem Plan steht, vorausgesetzt natürlich man findet überhaupt einen Job.
Auch hier könnte versucht werden, individuell andere Bedingungen mit der LTH auszuhandeln.
Machen wir auch einen Boykott?
In Kürze wird eine Umfrage auf unserer Seite stehen, ob ihr Bereit seit, einen Boykott mit zu tragen. Sofern dabei ein entsprechendes Quorum zustande kommt, werden wir den Boykott umsetzen.
Zögert nicht, uns bei Fragen zu kontaktieren. Per
Mail oder Persönlich. Wir helfen euch bei Fragen zum Widerspruch, Beifreinungsantrag, Klagen, LTH Kredit oder Boykott. Weiterhin gemeinsam gegen Studiengebühren.
Studiengebühren
Studierst Du noch oder zahlst Du schon?
Die CDU will Studiengebühren in Hessen ab dem WS 2007/08 einführen. Der
AStA der TU Darmstadt lehnt diese Massnahme entschieden ab, und warnt vor einer nicht absehbaren Katastrophe für das gesamte Bildungssystem. Wir rufen alle Studierenden auf, sich am
Widerstand zu beteiligen, und der CDU-Landesregierung die rote Karte zu zeigen... und spätestens 2008 sind wieder Landtagswahlen! Bis dahin gilt es den Widerstand in die Unis und auf die Strassen zu tragen.
Wir laden alle Studierenden ein, uns hierbei zu unterstützen, Es finden regelmäßige Vorbereitungstreffen gegen Studiengebühren statt. Termin ist immer Mittwochs, 17 Uhr im
offenen Raum
500 Euro werden erst der Anfang sein
Spätestens nach einer flächendeckenden Einführung von Studiengebühren werden die Bundesländer „merken“, dass sie die erhoffte Bildungsfinanzierung unter anderem durch den erhöhten Verwaltungsaufwand doch nicht erreichen. Langfristig werden sich die Gebühren deutlich erhöhen, wie beispielsweise das australische Modell zeigt: Dort wurden 1989 Studiengebühren von 250 A$ (ca. 150 €) pro Semester eingeführt. Heute liegen sie bei 3600 bis 6000 A$ (ca. 2250 – 3750 €) pro Semester. Ein solcher Anstieg ist auch in Deutschland zu erwarten.
Bei der Einführung der Langzeitstudiengebühren 2003 wurden allgemeine Studiengebühren von den Verantwortlichen noch ausgeschlossen. Nur zwei Jahre später steht ihre Einführung kurz bevor. DIW-Chef Klaus Zimmermann prognostizierte Anfang des Jahres, dass bereits in 5 Jahren Studiengebühren in Höhe von 2500 € in Deutschland üblich seien. Mittelfristig soll die Gebührenhöhe von den Hochschulen selbst festgelegt bzw. nach Studiengang berechnet werden.
Finanzierungshilfen oder Schuldenfalle?
In Deutschland existiert momentan kein den Bedarf deckendes Stipendiensystem. So gibt es nur 14.000 Studierende (weniger als 1%), die durch öffentliche Stipendien gefördert werden. Stattdessen soll zukünftig ein Darlehensystem aufgebaut werden, bei dem jeder Studierende verschuldet in den Beruf startet und den vollen Betrag mit Zinsen (>5%) zurückzahlen muss. Dies würde Studierende aus finanziell schlechter gestellten Familien benachteiligen.
Mehr Infos:
hessen.uebergebuehr.de - das Infoportal zu Studiengebühren
media.uebergebuehr.de - Bild, Audio und Videomaterial zu den Protesten
www.corts-fanclub.de - Internetpräsenz der Fans des hessischen Bildungsministers Udo Corts




