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AStA TU Darmstadt positioniert sich gegen anhaltende Diffamierung der Gender Studies

AStA TU Darmstadt positioniert sich gegen anhaltende Diffamierung der Gender Studies

Bereits seit längerer Zeit sind die Gender Studies heftiger Kritik und zum Teil offenen Feindseligkeiten ausgesetzt. Unter dem meist nicht näher begründeten Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit werden diese nicht nur aus dem rechtskonservativen Spektrum, sondern zunehmend auch von Akteur*innen diffamiert und diskreditiert, die sich selbst als Teil der bürgerlichen Mitte verstehen. So schreibt beispielsweise Thomas Thiel, in einem Artikel der F.A.Z. über die Gender Studies: "Moralische Kritik wird gegen empirische Forschung ausgespielt. Seriöse Wissenschaft wird ignoriert." Dabei wird einer inhaltliche Außeinandersetzung mit den Gender Studies ausgewichen. Weder mit Zitaten noch mit Textstellen belegt Thiel seine Behauptungen und dies ist kein Einzelfall.

Der AStA TU Darmstadt positioniert sich klar gegen solche und viele ähnliche Diffamierungen.  "Die Gender Studies sind ein elementar wichtiges Forschungsgebiet zur Analyse von Geschlecht als Kategorie sozialer Ungleichheit.", erklärt Johanna Brust, Queerreferentin des AStA TU Darmstadt. Damit schließt sich der AStA der Stellungnahme des Instituts für Soziologie an. Dort heißt es:"Sachverhalte zu hinterfragen, die im Alltag häufig als natürlich oder selbstverständlich betrachtet werden, stellt dabei eine wichtige Voraussetzung wissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung dar. Eine solche – wissenschaftlich fundierte – kritische Beleuchtung von gängigen und verbreiteten Alltagsvorstellungen, wie etwa auch der von der Natur der Zweigeschlechtlichkeit, ist für soziologische Forschung, aber auch für viele andere geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer, konstitutiv."


[1] https://www.ifs.tu-darmstadt.de/index.php?id=soziologie