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Studieren mit Kindern

Das "Studieren mit Kindern"-Referat findet ihr jetzt auch auf Facebook.

Seit Mai 2015 ist Studieren mit Kindern ein eigenständiges Referat, das die Interessen und Bedürfnisse von schwangeren Studentinnen und Studierenden mit Kindern vertritt. Ziel dieses Referats ist eine Verbesserung der zeitlichen wie finanziellen Vereinbarkeit von Studium und Kindern, damit sich Studium und Elternschaft nicht ausschließen.

So stellt z. B. die Anwesenheitspflicht in Lehrveranstaltungen Studierende mit Kindern vor besondere Probleme, aber auch die Infrastruktur an der Universität ist nicht auf die speziellen Bedürfnisse von Studierenden mit Kindern abgestimmt: Ruheräume fehlen ganz, eine Wickel- und Aufenthaltsmöglichkeit bietet lediglich das Studentenwerk (Mensa Stadtmitte und Mensa Lichtwiese, Architekturgebäude sowie Botanischer Garten). Durch die Spende einer Kommilitonin gibt es im offenen Raum des AStA eine notdürftig eingerichtete Kinderspielecke. Wenn es darum geht, familienfreundliche Studienbedingungen zu schaffen, gibt es also dringenden Handlungsbedarf.

Aus diesem Grund möchte euch Studieren mit Kindern gerne zum Gespräch einladen, um auf eine Verbesserung eurer eigenen Situation wie der Situation von studentischen Eltern an der TUD allgemein hinzuwirken. Da das Referat Studieren mit Kindern noch relativ jung ist, lebt es auch von euren Rückmeldungen und Anregungen.

Seit April diesen Jahres findet auch einmal im Monat die Veranstaltungsreihe "Leben mit Kindern. Feministische Perspektiven auf Elternschaft" statt, die euch dazu einladen möchte, über geschlechtergerechte Elternschaft, die Vereinbarkeit von Elternschaft und Studium/Beruf, feministische Erziehung, alternative Familienmodelle etc. zu diskutieren. Die nächsten Termine sind am Samstag, den 26. Mai und 16. Juni, von 16 bis 18 Uhr im Zucker, Liebfrauenstraße 66, 64289 Darmstadt

Wie wollen wir leben? Ein Workshop mit Dr. Nicole Wilhelm

26. Mai, 16-18 Uhr

Familie und Studium oder Beruf miteinander zu vereinbaren, bereitet oft mehr Stress als Freude. Wir denken, das ist eine Tatsache, die wir hinnehmen müssen – schließlich leben wir in einer Leistungsgesellschaft. Wie aber gelingt es unter diesen verschärften Bedingungen, gut mit unseren Kindern zu leben? Und welche Bedürfnisse bringen unsere Kinder mit? Veränderung hin zu mehr Lebensqualität ist möglich, wenn wir wollen. Erkenntnisse der Neuro- und Verhaltensbiologie zeigen eindrucksvoll, wie viele Lebens- und Gestaltungsmöglichkeiten wir haben. Wir laden ein, nach einem wissenschaftlichen Impuls, gemeinsam darüber nachzudenken, wie Veränderung gelingt: für mehr Freude miteinander!

Dr. Nicole Wilhelm ist promovierte Biologin, familylab-Seminarleiterin und Mutter von vier Kindern. Seit 20 Jahren geht sie gemeinsam mit Eltern, ErzieherInnen, LehrerInnen, Kindern und Jugendlichen der Frage nach, wie wir Beziehungen schaffen, in denen wir uns wohl fühlen und jede/r den Entwicklungsraum bekommt, den sie/er braucht.

 

Kinderkriegen im feministischen Diskurs

Prof. Dr. Lisa Malich und Sonja Eismann im Gespräch

16. Juni, 16-18 Uhr

„Mütter“ haben in dieser Gesellschaft mit anderen Problemen, Zuschreibungen und Diskriminierungen zu kämpfen als „Väter“. Ist es vor diesem Hintergrund – Körperbildern, Familienpolitik, Muttermythos, … – richtig, von feministischer Elternschaft statt Mutterschaft zu sprechen? Was spricht dafür, was dagegen und welche Probleme stellen sich Menschen, die Eltern werden? Warum ist Mutterschaft/Elternschaft so selten Thema im feministischen Diskurs? Und wie ließe sich eine neue feministische Debatte ums Kinderkriegen anschieben, die auch dringend nötige neue Impulse zu einer feministischen Erziehung liefern könnte?

Prof. Dr. Lisa Malich hat über „Die Gefühle der Schwangeren“ (2017) promoviert und ist Professorin für Wissensgeschichte der Psychologie. In ihrem Blog „fuckermothers“ schreibt sie für alle, die starre Geschlechterrollen ablehnen, den traditionellen Muttermythos kritisch sehen und die Schlagworte „Kind & Karriere“ nicht uneingeschränkt super finden über Mutter- und Elternschaft.

Kulturwissenschaftlerin Sonja Eismann arbeitet als freie Autorin für Spex, konkret, Jungle World, taz und FR und ist Mitgründerin, Mitherausgeberin und Redakteurin des Missy Magazine. Zuletzt erschien ihr Buch „Ene, mene, Missy. Die Superkräfte des Feminismus“ (2017), in dem sie für Jugendliche und All Ages darüber schreibt, warum Feminismus aktuell, notwendig und cool ist.

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos!

 

Wenn ihr euch mit Ideen einbringen möchtet oder Fragen zu eurer speziellen Situation habt, könnt ihr gerne in meine Sprechstunde kommen, die ich nach Vereinbarung ( ) anbiete. Ich würde mich freuen, euch beratend zu unterstützen.

Weitere Informationen rund um das Thema Studieren mit Kindern bietet die Sozialberatung des Studierendenwerks, der Familienservice der TU Darmstadt sowie dessen moodle-Kurs „Studieren mit Kind“.